· 

#34 Moba-Blog: Neubau des rechten Anlageteils

Modelleisenbahn Unterkonstruktion Anlagebau Märklin H0
Neubau des rechten Anlageteils - nun von allen Seiten her zugänglich!

Ausgangslage und warum Neubau?

In diesem Beitrag berichte ich vom Neubau meines rechten Anlageschenkel. Da die u.a. die Steigungen für die Züge teilweise grenzwertig waren und ich persönlich die Streckenführung eher langweilig fand, entschied ich mich für einen Neubau. So wurde kurzerhand in einer Nacht- und Nebelaktion der ursprüngliche rechte Anlageflügel zurückgebaut. Bei den Holzarbeiten ging das Vorhaben flott vorwärts, das Zerlegen und Entlöten der Schienen war dann doch eine sehr aufwändige Arbeite (wollte ich doch so viel Gleismaterial wie möglich retten und wiederverwenden). Nebenan zeigt nochmals ein Bild vom alten Anlageteil.

Streckenführung meiner Modelleisenbahnanlage
So sah die ursprüngliche Streckenführung aus

Der Plan (und der revidierte Plan)

Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich doch einige Stunden in das Konzept des neuen rechten Anlageflügels investierte. Von Beginn an war klar, dass ich die Höhenunterschiede der beiden Trassen neu mit einem Kreisel überwinden möchte. Zum Einsatz kommen sollen dabei die grössten K-Gleis-Radien (Märklin Artikelnummer 2241/2251). Meistens bedeuten aber Kreisel "tote Fläche". Natürlich könnte man die letzte Kreiselebene als sichtbaren Bereich gestalten (so wie ich es auf meiner alten Anlage auch gemacht hatte, mir persönlich gefallen jedoch die engen Kurvenfahrten nicht so gut, besonders bei langen Personenzügen wirken sie eher unvorteilhaft). Umgehen wollte ich diesen Effekt, indem ich den Wendel-Bereich nach vorne verlängerte, sprich die Züge fahren nicht einen reinen Kreis, sondern dazwischen gibt es noch einige Passagen mit Geraden. Bis dahin war ich happy und dachte, mein Gleisplan für den neuen Anlageteil sei nun reif für die Realisierung (siehe Skizze "Erster Gleisplan").

Gleisplan Modelleisenbahn Gotthard und BLS
Erster Gleisplan mit markant längerem Gleisverlauf auf Level 2
Modelleisenbahn - Der erfolgte Rückbau des alten, rechten Anlageflügels
Der erfolgte Rückbau des alten, rechten Anlageflügels

Ich Schritt zur Tat und baute wie oben beschrieben meinen alten Anlageteil zurück. Als dies erfolgt war und ich im leeren resp. aufgeräumten Raum stand, begann ich erneut zu grübeln, ob ich mit dem neuen Gleisplan auf dem richtigen Weg bin. Da kam mir die Idee, einen Versuch zu wagen noch mehr "Anlage" aus dem Raum zu holen! Und zwar mittels Absetzen der Anlage von der Wand und Realisierung eines begehbaren Korridors "hinter" dem rechten Anlageteil. Durch die Mitte des Anlageteils soll dann eine zweimeter-hohe "Trennwand" verlaufen, so dass man von beiden Seiten her eigenständige Anlagenthemen gestalten kann. Den Gedanke fand ich bestechend und liess mich nicht mehr los. Gar nachts vor dem Einschlafen hirnte ich weiter am zukünftigen Set-up. Ich überlegte mir dabei auch stets, ob es zur Anlage passende Original-Streckenführungen und Szenen gibt. Und da erinnerte ich mich an meine erste BLS-Südrampen-Wanderung mit Ausgangspunkt Hohtenn. Die Abfolge der Szenen passten perfekt: Bahnhof Hohtenn, das Luogelkin-Viadukt und danach die Bietschtalbrücke! Der finale Anlageplan war damit geboren! (siehe Skizze "Finaler Gleisplan").

Märklin Gleisplan Modelleisenbahnanlage
Finaler Gleisplan mit Korridor hinter dem Anlageteil

Grundkonstruktion und Einstimmung

Das neue Vorhaben packte mich total. Die aktuelle Kurzarbeitszeit (wir befinden uns im Corona-Jahr 2020, Dez., während ich diese Zeilen schreibe) ermöglichte es mir, einerseits etwas häufiger an der Modelleisenbahnanlage zu arbeiten und andererseits zur Einstimmung für einen Wandertag an die Südrampe zurückzukehren. Die drei Szenen "Bahnhof Hohtenn", "Lugolkin-Viadukt" und "Bietschtalbrücke" schaute ich mir sehr genau an und machte zahlreiche Fotos zur Dokumentation (siehe dazu der separate Beitrag - folgt).

Bahnhof Hohtenn (neu)

Bahnhof Hohtenn BLS Südrampe
Bahnhof Hohtenn

Luogelkin-Viadukt (neu)

Luogelkin-Viadukt BLS Südrampe
Luogelkin-Viadukt

Bietschtalbrücke (bereits geplant)

Bietschtalbrücke BLS Südrampe
Bietschtalbrücke

Die Grundkonstruktion forderte mich insofern, weil ich ab Beginn in "allen Dimensionen", sprich für die geplanten 3 Ebenen, denken musste. Ich wollte nicht einfach Ebene für Ebene aufbauen, sondern Stützen, welche für die höchste Ebene wirkten, gleich durchgängig ab Boden anbringen. Damit soll maximale Stabilität erreicht werden. Auf dem nachfolgenden Bild sind zudem bereits gut die durch die Mitte verlaufenden Pfosten zu sehen, an denen dann mal der Hintergrund angebracht werden soll.

Grundkonstruktion Modelleisenbahnanlage
Der Anlageflügel wird mittig durch eine "Trennwand" geteilt. Darauf wird der Hintergrund aufgemalt.

Das "Grundgerüst" (Level 1) wurde fertig gebaut. Es liegt ca. 90cm ab Boden und wir ein eigenständiger Rundkurs beinhalten, welcher mit der Hauptebene (Level 2) einspurig verbunden ist. Weiter wird auf dem Grundgerüst die Einmess-strecke für Traincontroller eingerichtet, damit die Fahreigenschaften der Loks erfasst werden können.

Thematisch soll auf Level 1 ein kleiner Industrie-Rangierbahnhof entstehen und 1-2 Gleise für kurze Personenpendelzüge enthalten. Zwischen diesem Bahnhof und dem Hauptbahnhof (Level 2) wird dann ein Pendelbetrieb entstehen. Auf dem nächsten Bild sieht man das Fundament für den Kreisel. Über diesen 2.5-fach Wendel werden dann die Züge von Level 2 auf Level 3 etwas mehr als 20cm Höhe überwinden.

Modelleisenbahn Grundkonstruktion
Hier entsteht das Fundament für den Wendel

Ein Industrie- resp. Rangier-Bahnhof

Auf "Level 1" (gleiches Level wo sich der Schattenbahnhof im linken Anlageflügel befindet) wollte ich zuerst einen weiteren Schattenbahnhof für kürzere Pendelzüge umsetzen. Es wäre ein weiterer nicht-sichtbarer Bereich geworden. Da sich jedoch wandseitig zwischen Level 1 und Level 3 nichts befindet, kam mir die Idee einen kleinen Industrie-/Rangierbahnhof in diesem Bereich zu gestalten. Zugegeben, die Masse, inbesondere die Höhe hält sich eher in Grenzen (ca. 35cm). Aber den Raum gar nicht sinnvoll nutzen, konnte ich nicht durchgehen lassen. Derzeit entwickle ich den Gleisplan des Rangierbahnhofs durch freies Verlegen mit Schienen, so werde ich bestimmt jene Variante finden, die am hier am besten passt.

Gleisplan Regional-Bahnhof mit Rangier- und Industrie-Anschlüssen Märklin H0
Gleisplan Regional-Bahnhof mit Rangier- und Industrie-Anschlüssen
Gesamtübersicht vom Industriebahnhof
Gesamtübersicht vom Industriebahnhof
Gleisplan Modelleisenbahnanalge Rangierbahnhof
Erste "Gleisplan-Spiele" für den Industriebahnhof
Dimension des sichbaren Bereichs vom Industriebahnhof
Dimension des sichbaren Bereichs vom Industriebahnhof
Endlich konnten die ersten Testfahrten im neuen Industrie- und Rangierbahnhof stattfinden
Endlich konnten die ersten Testfahrten im neuen Industrie- und Rangierbahnhof stattfinden

Die Verbindungsrampe

Damit die Züge zwischen dem Industrie- und Rangierbahnhof auf dem untersten Anlage-Level und der Hauptebene verkehren können, wurde eine einspurige Verbindungsrampe installiert. Insgesamt überwindet die Rampe eine Höhendifferenz von 35cm.

Einspurige Verbindungsrampe, welche die verschiedenen Anlage-Ebenen verbindet
Einspurige Verbindungsrampe, welche die verschiedenen Anlage-Ebenen verbindet
Ein Märklin "Seetal-Krokodil" (De 6/6) posiert erstmals auf der Verbindungsrampe
Ein "Seetal-Krokodil" (De 6/6) posiert erstmals auf der Verbindungsrampe
Im Hintergrund sind die weiteren Anlage-Ebenen zu erkennen
Im Hintergrund sind die weiteren Anlage-Ebenen zu erkennen

Dieser Bericht ist noch in Bearbeitung - das beschriebene Bauvorhaben ist derzeit in Umsetzung.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0